Rheinbrohl

Kapelle St. Gertrud

Die Kapelle trägt den Namen der Patronin des Stiftes Nivelles, das durch Schenkungen Pipin I. Besitz in Rheinbrohl erhielt. Ursprünglich war die Kapelle mit einem Hof verbunden, von dem nur noch das heute als Rathaus fungierende Gebäude erhalten ist.

Gebaut wurde die Kapelle Anfang des 13.  Jh., das Schiff im 17. Jh. Gleichzeitig wurden die Fenster im Chor vergrößert. Der quadratische Chor hat eine Seitenlänge von 3,45 m, ist mit einem Kreuzgratgewölbe gedeckt und trägt den Turm. Außen weist der Chor einen Rundbogenfries auf Lisenen auf, das Turmgeschoss ist ungegliedert.

Das Schiff ist 8 m lang und 5,35 m breit und wird von zwei hölzernen Kreuzrippengewölben gedeckt.

Zur Ausstattung gehört ein Altar aus Holz aus dem 17. Jh., der durch einen zwischen Engeln gen Himmel fahrenden Bischof gekrönt und mit Knorpelschwüngen ornamentiert ist. Das Antependium ist ein Ölgemälde des mittleren 18. Jh.  Die Statuette der hl. Gertrud ist vom Ende des 17. Jh.

Das Antependium des Altars, Öl auf Leinwand, 0,74 x 1,62 m, zeigt die Brotspende der hl. Gertrud.

Neu H. u. Weigert H.: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz (Bd. 16), Kreis Neuwied. Düsseldorf 1940, S. 359 ff

Fotos: © Thomas Müller