Linz

Stationenreliefs Sieben Schmerzen Mariens

Die Erinnerung an die Schmerzen Mariens ist am 15. September, vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch am Freitag vor dem Palmsonntag. Die Verehrung der „Sieben Schmerzen Mariens“ ist im Mittelalter aufgekommen. In Deutschland wurde das entsprechende Fest vereinzelt (Köln, Erfurt) im 15. Jahrhundert gefeiert. 1667 wurde das Fest dem Servitenorden gestattet; 1814 wurde es von Pius VII. allgemein eingeführt.1

Gegenüber der Marienkirche finden sich sieben steinerne Bildstöcke, die Tonreliefs mit Darstellungen der Sieben Schmerzen Mariens aufnehmen. Deren Geschichte geht auf das Jahr 1763 zurück, das Ziel ihrer Aufstellung stand im Zusammenhang mit der  Erhaltung, Förderung und Rückgewinnung des Katholizismus im Rahmen einer Volkmission. Im Volksmund werden die Stationen auch Fußfallstationen genannt, zurückgehend auf die Vorstellung, der Herr sei siebenmal unter dem Kreuz gefallen.

Die tönernen Bildwerke wurden in den Jahren 1867/1868 wegen Verwitterung der ursprünglichen ausgetauscht. Ebenso wurden die steinernen Bildstöcke erneuert.2

1www.erzabtei-beuron.de/schott/register/proprium.kal/schott_anz/index.html (aufgerufen am 07.09.2017)

2Steger Denise: Die Sieben Schmerzen Mariens – Stationenreliefs des 19. Jahrhunderts in Linz am Rhein Heimatjahrbuch Landkreis Neuwied 2000, S. 124-134.

 

Die „Sieben Schmerzen Mariens“, nach den liturgischen Texten:

1. die Weissagung Simeons (Lk 2,34-35)

2. die Flucht nach Ägypten (Mt 2, 13-15)

3. das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel (Lk 2,41-52)

4. der Weg nach Golgota

5. die Kreuzigung Jesu

6. die Abnahme Jesu vom Kreuz

7. die Grablegung Jesu

Fotos: © Thomas Müller