Samstag, 4.11.2017

2. geführte Wegetappe

(von Rheinbrohl nach Leutesdorf)

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Bilder: (c) Thomas Müller (bis auf drei, s. Hinweis unter dem jeweiligen Bild)
Bericht: Volker Collinet

Bei ungewöhnlich sonnigem Novemberwetter trafen sich die Martinspilger am Schulzentrum in Rheinbrohl, in der Nähe des Alloheims. Damit setzten sie dort an, wo die geführte Pilgertour zur Eröffnung des Martinsweges am Mittelrhein geendet hatte.

Der Weg führte die Pilgergruppe zur Maria-Hilf-Kapelle und dem Gertrudenhof. Der Gertrudenhof ist der älteste Teil von Rheinbrohl und geht wohl bis in die Römerzeit zurück.

Andreas und Anja Kossmann zeigten in ihrem Impuls in der Gertrudenkapelle die Gemeinsamkeit der Heiligen Getrud von Nivelles und des Heiligen Martin auf: Sie setzten ihre menschliche Macht und ihren Einsatz für Menschen in Not ein. Der Legende nach beendete Getrud durch ihr Gebet eine Mäuseplage, die die Menschen ihrer Zeit in unverstellbare Not gebracht hätte (Ernteausfall).

Nach dem Anstieg zur katholischen Pfarrkirche St. Suitbert ging es weiter in Richtung Hammerstein.

Der wunderschöne Herbsttag ließ die Natur um die Pilger in allen Farben strahlen. Froh gestimmt ging es durch buntgefärbte Weinberge, teilsweise entlang der Bundesstraße 42. Die Pilger entdeckten viele Wegkreuze, Kapellchen und Gedenkstätten aus alten Zeiten, die es in dieser Ansammlung nur hier am Martinsweg zu finden gibt.

In Oberhammerstein erwartete der Kirchenführer Michael Hammerstein die Pilger und machte sie auf eindrucksvolle Weise mit der großen Geschichte des Ortes und der Pfarrkiche St. Georg vertraut.

Das letzte Wegstück dieser Pilgeretappe nach Leutesdorf war wieder eine wunderbar Wanderung durch das herbstliche untere Mittelrheintal. An einem Kapellchen gab es wiederum einen Impuls.

Am Abschluss stand ein Besuch des Christkönighauses in Leutesdorf.

Die Johannesgemeinschaft und die Johannesbrüder sind seit über 100 Jahren im sozialen Dienst aus christlicher Nächstenliebe.

Im Christkönighaus ist z. B. ein Wohnheim für Obdachlose. An anderen Orten helfen Johannesschwesternvor allem jungen Frauen in sozialer Not (Frauenhaus, Schwangerschafts-Konfliktberatung u. a.)

Der Gründer der Gemeinschaft, Johannes Haw, ist in der sogenannten Ölbergkapelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Christkönighaus beerdigt worden. Dort liegt ein Buch aus, wo sich Menschen eintragen können, die eine Seligsprechung von Pater Haw befürworten und sein Lebenswerk auf diese Weise würdigen wollen.