Niederbieber

Katholische Pfarrkirche St. Bonifatius

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Bonifatius im Neuwieder Stadtteil Niederbieber wurde ab Mai 1961 errichtet und am 17. Juni 1964 von Weihbischof Bernhard Stein in einem feierlichen Pontifikalamt eingeweiht. Zur Gemeinde gehören ca. 5000 Katholiken, die neben Niederbieber in folgenden Stadtteilen leben: Altwied, Oberbieber, Segendorf, Torney, Rodenbach sowie in Melsbach.

Im Turmeingang ist ein Glasfenster des Waldbreitbacher Künstlers Helmut Rams zu sehen, das den Pfarrpatron, den hl. Bonifatius zeigt.

Nach 20 Jahren stand eine Innenraumsanierung bevor. In diesem Zusammenhang wurde auch 1986 der Altarraum nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils umgestaltet.

 

 

Der Tabernakel wurde vom Altar auf eine eigene Marmorsäule als Sakramentenhaus, als ein Zelt Gottes, dargestellt. In der Dachspitze das Ewigen Licht.

Das Reliefbild auf der Tür ist eine Darstellung der Emmausjünger „und sie erkannten Ihn beim Brotbrechen“

Der in schwarzem Marmor kreierte Altartisch wird von vier kräftigen Rundstützen, die vier Evangeleisten symbolisierend, getragen und enthält in einer kleinen Grabstelle auf dem Altartisch die Reliquien eines Trierer Märtyrers.

Das Relief auf der Altarfront zeigt den Fischzug des Petrus.

Der Ambo ist auch ein schwarzer Marmorblock mit einem Lesepult aus Bronze. Das Reliefbild zeigt eine Darstellung aus dem Osterevangelium der Emmausjünger.

„…bist du denn der einzige, der nicht weiß, was in diesen Tagen hier geschehen ist?“

Die Bronzearbeiten stammen alle von dem Bildhauer Arnold Morkramer.

Neben dem Sakramentenhaus hängt ein Bild und zeigt die Verkündigung Mariä.

"Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir." (Lk 1,28)

Das Bild ist aus der Schule von Martin Schongauer, 16.Jh. Ein Altarbild aus der 1.Kapelle - davor aus der ersten Mathias Kirche in Neuwied und gehörte zu einem Flügelaltar.

Informationen sind den Festschriften zum 25.und 50. jährigen Kirchweih Festes entnommen.

Fotos: © B. Bäumer