Linz

Katholische Pfarrkirche St. Marien

Die neue Pfarrkirche von Linz, die Marienkirche, wurde 1968 fertiggestellt. Entworfen wurde sie von dem kölner Architekten Kuhlhavy als weiter, schlichter Raum.

Der Marienaltar wurde vermutlich von Johannes Ruysch, einem Neffen des berühmten Linzer Gelehrten Tilman Joel, für die 1462 geweihte und 1818 abgebrochene Ratskapelle auf dem Marktplatz gestiftet. Nach deren Abriss kam der Altar in die Martinskirche und diente dort mit Unterbrechungen bis 1953 als Hochaltar. Seit 1967 ist das Triptychon Hauptaltar der Marienkirche. Geöffnet zeigt der Altar auf dem linken Innenflügel eine Verkündigungsszene. Auf der Mitteltafel werden oben die Geburt Christi und die Anbetung der Heiligen Drei Könige und unten die Darbringung im Tempel sowie Maria und Christus nach der Auferstehung dargestellt. Der rechte Innenflügel zeigt unten die Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten und darüber eine trinitarische Marienkrönung. Auf den Außenflügeln erscheinen links eine zweite Verkündigung und rechts die Kreuzigung mit Maria und Johannes. Maler des Marienaltars ist der so genannte Meister der Lyversberg-Passion, der um 1460 in Köln auftrat. Der Altar ist eines der ersten großen Werke dieses Künstlers und in der langen kölnischen Maltradition verwurzelt.

www.regionalgeschichte.net/mittelrhein/linz-am-rhein/kulturdenkmaeler/der-marienaltar.html (abgerufen am 28.07.2017)

Weitere Bilder vom Marienaltar:
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Fotos: © Thomas Müller